Freitag, 25.04.2008

Meisterbrief für den Bestatter

Der Umgang mit dem Tod und der Trauer ist nicht jedem gegeben. Für Eckhard Schade ist es ein seelisches Bedürfnis, dem Toten seinen Respekt und den Lebenden sein Mitgefühl zu zeigen. "Wenn einer stirbt, verhülle seinen Leib und bestatte ihn mit Ehre" - diesem Sinnbild folgt er. Auch sein Beruf bedarf der Qualität, deshalb hat der Neustädter den Meisterbrief abgelegt.

NEUSTADT (lo). Bundesweit gibt es nur wenige Bestattermeister - landes weit ist Eckhard Schade der Zweite, der jüngst in Düsseldorf den Meisterbrief erhielt. Geschult wurde er in Bayern. Erst seit sieben Jahren gibt es diese Qualifizierung für fachgeprüfte Bestatter. Dem 57jährigen Neustädter war dieses Weiterlernen und das Ablegen der Meisterprüfung wichtig - er verlangt Qualität und Respekt für den letzten Weg.

"Der Umgang mit dem Tod und dem Sterben spiegelt das Menschenbild", so Schade. Er hat mehr erfahren über die Alleinlebenden und ihre Bestattungs-Vorsorge, über die Trauer-Psychologie, Friedhofsplanung oder einfach über die Wärme und Berührungen, die Hinterbliebene nötig haben.

Mit dem Umzug in die ehemalige Probstei in der Stolberger Straße 35 in Nordhausen schaffte Bestattermeister Schade alle Voraussetzungen, um in angenehmer Atmosphäre Abschied zu nehmen und Ruhe zu finden.

Thüringer Allgemeine vom 25.04.2008
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